Stresspunkt-Massage
Was ist SPM (Stresspunktmassage)?
Jede Bewegung führt an definierten Stellen zur höchsten Belastung. Findet eine Überbelastung statt, wird möglicherweise ein gesundheitliches Problem entstehen, welches besonders im sportlichen Einsatz zu Krankheiten führt.
Diese definierten Positionen sind an den Übergängen der Ansätze (sehnige Befestigung des Muskels am Knochen) und den Ursprungssehnen bzw. deren Übergängen zur Muskulatur zu finden.
Erschwerend kommt hinzu, dass Sehnengewebe nur eine geringe Dehnfähigkeit hat (ca. 10 %). Somit wird die Belastung an diesen Stellen noch stärker.
Findet beim sportlichen Einsatz eine Minderdurchblutung der Muskulatur statt, ist eine erhöhte Krampfneigung zu erwarten. Es kann dann ferner aufgrund mangelnden Abtransportes von Stoffwechselendprodukten zu Muskelfaserverklebungen kommen.
Sehnenschäden an der Vorhand entstehen oft durch Verspannung der Schultermuskulatur.
Entstehung muskulärer Probleme
Jeder Muskel, der überlastet oder überdehnt wird, reagiert mit Kontraktion; es entsteht ein Krampf, d.h. eine Gruppe von Muskelfasern verbleibt in einer starrkrampfartigen Situation, was zunächst völlig unbemerkt bleibt. Dieser Teil des Muskels wird unter bleibender Belastung nicht mehr aktiv tätig und die umgebende Muskulatur übernimmt die Arbeit, was eine Mehrbelastung bedeutet und zu weiteren Verspannungen führt. Dieser Zustand ist aber auch mit Schmerzen verbunden. Früher oder später sind Schäden an den Sehnen zu erwarten. Diese treffen zunächst hauptsächlich auf den Sehnenapparat der Vorderbeine zu, weil besonders die Beugesehnen aufgrund ihrer Länge, der Kraft und dem Gewicht hier vermehrt Zerrungen erleiden können. Dadurch entstehen Lahmheiten.
Wichtig ist also die Beobachtung der dieser Sehnen vorgeschalteten Muskulatur. Denn: verspannte Muskeln sind verkürzte Muskeln, d.h. es findet ein ständiger Zug an den betroffenen Sehnen statt. Die Muskeln und die entsprechenden Sehnen können überhaupt nicht in die ihnen zugedachte Normalposition zurück. Jede zusätzliche Belastung kann zu schwerwiegenden Verletzungen führen.
Ursachen
- nicht adäquates Training
- Überforderung
- unpassende oder zu schwere Sättel
- schwere Reiter auf kleinen Pferden
- schlecht und/oder schief sitzender Reiter
- schlechter Hufbeschlag
- zu lange Beschlagsperioden
- Stellungsfehler
- Psyche und Rasse
- nicht korrekt oder gar nicht behandelte Zähne
- unpassende oder nicht ordentlich eingeschnallte Gebisse
Symptome:
- Verweigerung oder Nicht-Gelingen von Lektionen, die bis dahin problemlos klappten
- Taktfehler
- ständiges Umspringen in Kreuzgalopp
- heftige Abwehr an bestimmten Körperstellen beim Putzen
- Schwierigkeiten beim Aufhalten oder Aufheben eines Beines
- Verweigerung enger Wendungen
- Verweigerung an Sprüngen, die unerklärlich sind
- plötzliche Widersetzlichkeiten
- Lahmheiten
Indikation
- Muskelprobleme
- Muskelverspannungen
- Muskelverhärtungen
- Verklebung von Muskelfasern
- Sehnenschäden
- Verbesserung der Beweglichkeit
- Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens des Tieres
Meridian-Massage
Hierbei handelt es sich um eine spezielle Massage entlang der Meridiane (Leitbahnen), wodurch die Akupunkturpunkte automatisch stimuliert werden
Reflexzonen-Massage (Fuß / Ohr)
Die Pioniere der Reflexzonenmassage waren Fitzgerald/Ingham und Hanne Marquardt. Über die Fußmassage stellte man fest, dass ein Wohlbefinden eintrat und auch schon lange bestehende organische Beschwerden plötzlich nicht mehr vorkamen. So hat man im Laufe der Zeit versucht, die einzelnen Organ-Punkte am Fuß zu lokalisieren. Sowohl beim Menschen wie auch beim Hund ist die Reflexzonenmassage bei vielen Erkrankungen sehr hilfreich.
Beim Hund kann man über die Ohren mehr erreichen als über die Pfoten, trotzdem sollten auch diese mit massiert werden.
Jede Reflexzone hat eine Zugehörigkeit zu einem bestimmten Organ oder einem Teil des Körpers. Die Energiebahnen zu den einzelnen Organen sowie zu allen Körperteilen durchziehen den ganzen Körper. Die Fußreflexzonenmassage wirkt am besten, wenn der Hund bei der Behandlung liegt.
Die Vorderbeine entsprechen den Armen und die Hinterbeine den Beinen. Beim Hund werden die Organe, die rechts im Körper liegen, auch rechts behandelt, die auf der linken Seite werden auch auf dieser Seite behandelt.
Es wird behauptet, dass die Massage am linken Ohr eine intensivere Wirkung hat als am rechten Ohr. Es ist aber besser, immer beide Ohren des Hundes zu massieren, da die Massage beider Ohren einen viel besseren Erfolg zeigt.
Die Reflexzonenmassage ist auch eine gute Diagnosehilfe, denn akute oder auch chronische Erkrankungen können an der Schmerzempfindlichkeit der einzelnen Reflexzonen erkannt werden.
Um eine Heilung oder eine bedeutende Besserung der Beschwerden zu erzielen, sollte ein Hund in regelmäßigen Abständen von einem ausgebildeten Therapeuten massiert werden.
Man kann die Massagen noch unterstützen oder verstärken mit Aromaölen oder mit Bach-Blüten, die speziell für jeden Patienten zusammengestellt werden.
Vorteile und Wirkung
- sorgt für Wohlbefinden
- segmentale Wirkung über die Behandlung der Haut auf die inneren Organe
- Diagnosehilfe
- Durchblutungs- und Stoffwechselanregung
- Reduzierung bzw. Einstellung der Einnahme von Medikamenten
- Schmerzbehandlung (Endorphine werden freigesetzt)
- zur Regeneration
- zum Vorbeugen von Krankheiten
- zur Stärkung und Stabilisierung des Immunsystems
- Aktivierung und Beruhigung des Tieres
- Förderung der Hautdurchblutung
- Erweiterung der Muskelblutgefäße
- Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes
- Erhöhung der Sauerstoffversorgung des Organismus
- Beschleunigung des Lymphflusses
- verbesserter venöser Rückstrom ( verstärkte Flüssigkeitsausschwemmung )
- hormonelle Wirkung
- Steigerung der Herzleistung
- Lösung von Narbenverklebungen und Adhäsionen
- Verbesserung der psycho-physischen Gesamtsituation
- vagotone Wirkung auf Blutdruck, Puls, Atmung, Schlaf mit regulierendem Effekt
Klassische Massage
Indikation
- Schmerzhafte Muskelverklebungen
- Muskelkater nach Training
- Muskeltraumen (Muskelriss, Muskelzerrung usw.)
- Muskelatrophie
- Konstitutionelle Schwäche
- Bindegewebserkrankungen
- Arthrose / HD / ED
- alle degenerativen Erkrankungen der Gelenke
- postoperativ
- Wirbelsäulen-Erkrankung
- Ödeme
- Erkrankungen des zentralen, peripheren und vegetativen Nervensystems
- Erkrankungen innerer Organe (z.B. bei Verstopfung)
- Steigerung der allgemeinen Leistungsfähigkeit und des Stoffwechsels
Kontraindikation
- Tumore
- bestimmte Herzerkrankungen
- Entzündungen / Eiterungen
- Infektionskrankheiten
- fieberhafte Erkrankungen
- Frakturen
- frische Verletzungen / Hämatome
- direkt nach Operationen
- akute Nervenprobleme / Nervenreizung
- Tetanus
- Hautveränderungen (Pilzerkrankungen Ekzeme)
- akute Virusinfektionen (Herpes / Staupe)
- Thrombosen und Blutungsneigungen
- Bauchmassage bei Trächtigkeit
Linda Tellington-Jones Massage
Der TTOUCH nach Linda Tellington-Jones
Die TTEAM-Methode und der TTOUCH wurden von der weltweit bekannten Tierexpertin Linda Tellington-Jones ab 1974 entwickelt. Sie werden von Tierärzten, Therapeuten und Tierbesitzern in über 30 Ländern erfolgreich angewandt. T.T.E.A.M ist die Abkürzung für Tellington-Touch-Every-Animal-Method.
Hunde, Katzen, Pferde, Orang Utans, Hamster, Schneeleoparden, Elefanten, Wale, Kakadus, Lamas, Schimpansen sind nur einige der Tiere, denen mit TTEAM und TTOUCH geholfen werden konnte.
Es war Mitte der 70er Jahre, als Linda Tellington-Jones die TTEAM-Arbeit mit Pferden entwickelte. Sie begann damals, die Feldenkrais-Methode zu modifizieren, die sie während der 4-jährigen Ausbildung bei Dr. Moshe Feldenkrais für Menschen erlernt hatte. Die Feldenkrais-Methode wird zur Stärkung von körperlichen Fähigkeiten und Verbesserung des menschlichen Lernvermögens angewandt. Sie ist auch eine sanfte und erfolgreiche Methode, um Schmerzen zu lindern und die Rehabilitation nach Verletzungen zu beschleunigen.
In den folgenden Jahren hatte sie die Möglichkeit, an vielen verschiedenen Hunden mit psychischen Auffälligkeiten und Verhaltensproblemen mit Erfolg zu arbeiten.
Der entscheidende Durchbruch gelang 1983, als der TTOUCH geboren wurde. Im Laufe der Jahre arbeitete sie mit immer mehr Hunden und anderen Tieren, und die Methode verbreitete sich. Es ist ein Weg, die Freundschaft und Verbindung zum eigenen Tier zu vertiefen. TTOUCH ist eine die Spezies verbindende Sprache.
In der frühen Phase der Methodenanpassung für die Arbeit mit Tieren entwickelte sie ungewöhnliche Bewegungsmuster, sog. "Bewußtsein-durch-Bewegung-Bodenübungen", die das Verhalten von Pferden positiv beeinflussten. Dadurch konnte sie z.B. bei Verweigerungshaltung eines Pferdes diese zur Mitarbeit veranlassen. Auch die Balance und Koordination des Pferdes verbesserten sich. Die Feldenkrais-Körperarbeit war sehr effektiv zur Beseitigung von körperlichen Problemen bei Pferden.
Massage kann die Muskeln entspannen, aber der TTOUCH geht noch einen Schritt weiter. Mit dem TTOUCH erreichen Sie nicht nur die Entspannung des Körpers, sondern Sie wecken das Bewußtsetin und die Bereitschaft des Tieres/Hundes, sich zu konzentrieren. Es wird ihm in neuer Weise möglich, zu lernen und zu kooperieren. Mit nur 2 - 10 Minuten TTOUCH pro Tag werden Sie unerwartete Veränderungen erreichen, viele Hunden fordern ihre "TTOUCH-Ration" bei ihren Besitzern ein.
Das Wunderbare an den TTOUCHES ist, dass man die Kreise nicht perfekt beherrschen muss. Man muss auch nicht, wie bei der Massage, die Anatomie des Körpers kennen. Man muss auch nicht die verschiedenen TTOUCHES auf einmal ausprobieren, sondern kann sein Repertoire nach und nach erweitern. Am besten sucht man sich zunächst die TTOUCHES heraus, die man selbst und das Tier genießt.
Die TTEAM-Methode besteht aus vielen verschiedenen Handpositionen und Bewegungen , die im Uhrzeigersinn mit unterschiedlichen Druckstärken auf der Haut des Tieres durchgeführt werden. Das Wichtigste dabei sind die Hautverschiebungen der im Uhrzeigersinn gedrehten 1 1/4 Kreise, also immer eine volle Umdrehung und etwas mehr.
Die Ursache für diese Wirkungen kennt man nicht genau. Im Biofeedbach-Institut von Boulder, Colorado, stellte man fest, dass durch die TTOUCHES alle vier verschiedenen Gehirnströme - Alpha, Beta, Theta und Delta - angeregt wurden, während dies beim einfachen Streicheln, Massieren oder mehreren Kreisen auf einer Stelle nicht der Fall war. Aufgrund der Ergebnisse des von Maxwell Cade entwickelten Gerätes und durch seine Erfahrungen wird vermutet, dass durch die TTOUCHES das Lernvermögen gesteigert wird.
TTOUCH ist eine non-verbale Sprache. Das Ziel dieser Körperarbeit ist, die Funktion und Lebenskraft der Zellen des ganzen Körpers zu aktivieren und unbenutzte Nervenbahnen aufzuwecken. Durch diese Körperarbeit werden außerdem Hormone ausgeschüttet, die Stress verringern. Man lernt das Tier besser kennen, es bekommt Vertrauen, Selbstsicherheit, ein intensiveres Körperbewusstsein und fühlt sich wohler.
Mit dem TTOUCH erreichen Sie auch bei Leistungshunden eine Steigerung der Leistung. Man kann aktivieren, beruhigen, Spannungen lösen, Schmerzen lindern und die Heilung von Krankheiten oder Verletzungen beschleunigen.
Vorteile
- bessere Beziehung zum Tier
- Verbesserung des körperlichen und emotionalen Gleichgewichts
- neue Art der Verständigung, der Zusammenarbeit und des Trainings
- Steigerung der Leistung
- Stärkung von körperlichen Fähigkeiten
- Verbesserung und Konzentration und des Lernvermögens
- sanfte Methode, um Schmerzen zu lindern
- Beschleunigung der Rehabilitation nach Verletzungen
- Erzeugung neuer Bewusstheit
- positive Beeinflussung von Verhalten
- Verbesserung der Balance und Koordination
- Beseitigung von körperlichen Problemen
Indikation
- Beruhigung oder Aktivierung der Tiere
- Wiederherstellung des Vertrauens
- Linderung von Schmerzen
- Abbau von Stress, Aggressionen und Spannungen
- Beschleunigung der Heilung von Krankheiten oder Verletzung
- Kreislaufprobleme können positiv beeinflusst werden
- bei Schock, Unfällen